Farbenfrohes Erntedankfest am Trätzhof

Am 27. September spürten die zahlreich erschienenen Gottesdienstbesucher im Garten der Matthäuskirche, dass der Herbst Einzug gehalten hat. Die Luft war frisch und auf der Wiese lag das erste Laub. Kirchenvorsteherin Doris Müller hatte den Altar liebevoll mit Maiskolben, Kartoffeln, Äpfel und anderen Erntegaben geschmückt.

 

"Von den Gaben könnte eine große Familie lange satt werden," sagte Pfarrerin Laura Baumgart. Es gelte sich bewusst zu machen, dass alles, was wir haben, von Gott geschenkt sei, sagte die Pfarrerin in ihrer Predigt. Es gehe an Erntedank nicht nur um das tägliche Brot, sondern auch um eine dankbare Haltung Gott gegenüber. Eine besondere Rolle im Gottesdienst spielten die Kinder vom Trätzhof. Sie brachten kleine Körbchen gefüllt mit Erntegaben und selbstgemalte Schilder mit der Aufschrift "Danke" zum Altar.

Wegen der Corona-Pandemie hatte die Gemeinde die Matthäuskirche lange nicht nutzen können, weil im Innenraum nur eine geringe Zahl an Gottesdienstbesucher Platz findet. Statt dessen fanden alle Gottesdienste im großen Kirchgarten statt. "Weil wir draußen feiern, darf heute sogar zum ersten Mal wieder gesungen werden," kündigte Pfarrerin Baumgart voller Freude an. Fröhliche Bläserklänge vom Posaunenchor Fulda sorgten gemeinsam mit Dr. Dietrich Unverzagt am Klavier für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.

Mit klassischen Liedern wie "Wir pflügen und wir streuen" von Matthias Claudius und der Kantate zum Erntedankfest "Nun danket alle Gott" von Georg Philipp Telemann konnte die Gemeinde ihre Freude über die Schöpfung auch musikalisch ausdrücken. Pfarrerin Baumgart kündigte für St. Martin und Weihnachten weitere Gottesdienste unter freiem Himmel am Trätzhof an. Ab Oktober werde auch die Matthäuskirche wieder für reguläre Gottesdienste genutzt.

Fotos von Albrecht Herzog finden Sie in unserer Fotogalerie.

(Text: Claudia Pfannemüller)

 

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